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Was mir wichtig ist

Mir ist eine solidarische Gesellschaft wichtig. Die Teilhabe und Entfaltung ermöglicht. Selbstbestimmt. In der jedem Menschen viele Wege offenstehen. Egal wie alt man ist, woher man kommt, ob mit oder ohne Handicap. Egal wie man lebt, liebt oder wo man wohnt.

Dies ist seit jeher der rote Faden meines politischen Engagements. Zunächst viele Jahre außerparlamentarisch in der Studierendenvertretung, bei der Demokratiearbeit, in der Friedensbewegung aber auch bei sozialen und Bildungsprojekten.

Dies prägte später auch inhaltlich meine Arbeit in 15 Jahren Landtag. Zusätzlich gab mir die Zeit als Abgeordnete des Landtages auch die Möglichkeit nicht nur Aktivistin zu sein sondern auch anderen Menschen neue politische Räume zu ermöglichen. Als Miterfinderin der offenen Büros in der damaligen PDS ging es auch um Bündnisse, die Idee eines linken Pluralismus und einer anderen politischen Kultur. Mehr menschlicher – weniger machtförmig. Respekt statt Wahrheitsfetischismus. Transparenz statt Hierarchie. Ermächtigung zur Selbstbestimmung statt Paternalismus. Dies konnte ich auch inhaltlich in den Feldern Bildungspolitik, Soziales, Gleichstellung und Inklusion einbringen.

Eine weitere wichtige Erfahrung waren für mich die 6 Jahre als Fraktionsvorsitzende der Linken im Landkreis Leipzig. Es ermöglichte mir Landes- und Kommunalpolitik noch enger zu denken und umzusetzen. Eine Besonderheit der Kommunalpolitik habe ich besonders geschätzt. Anders als mit den genau festgelegten Rollen im Landtag, waren hier neue Bündnisse fraktionsübergreifend möglich.

Das sind auch meine ersten positiven Erfahrungen mit für R2G.

Und waren für mich gute Voraussetzung und für die Thüringer Linke die Gründe (so denke ich jedenfalls) für den Ruf nach Thüringen. Diesem bin ich sehr gern gefolgt. Mit Leib und Seele bin ich Ministerin für Arbeit, Soziale, Gesundheit, Frauen und Familie.

Mein Ziel ist es, die in Thüringen bestehenden Ungleichheiten weiter abzubauen. Zwischen Stadt und Land, Menschen ohne und mit Behinderungen, Jungen und Alten, Frauen und Männern, abgesichert und prekär Beschäftigten, Gesunden und Kranken, Beschäftigten und Menschen ohne Erwerbsarbeit sind die gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten ungleich verteilt. Dafür bedarf es einer gerechten Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, wofür ich mich bundespolitisch eingesetzt habe: etwa die Angleichung der Renten, eine Kindergrundsicherung oder die Abschaffung der Hartz IV-Sanktionen. Wir haben unsere Spielräume genutzt, um Thüringen sozialer, gerechter und solidarischer zu gestalten. Dazu gehört die Bekämpfung und Verhinderung von Armut. Mit unserem Programm der öffentlich geförderten Beschäftigung haben langzeitarbeitslose Menschen endlich wieder Perspektiven und Wertschätzung erhalten. Die gezielte Förderung sozial benachteiligter Menschen will ich fortsetzen. Auch Handicaps dürfen nicht behindern! Gemeinsam mit den Betroffenen haben wir viel erreicht. Doch der Umbau zu einer wirklich inklusiven Gesellschaft ist noch ein weiter Weg! Damit medizinische Versorgung keine Frage des Geldbeutels oder Wohnortes ist, haben wir eine Facharztquote für Krankenhäuser festgesetzt, telemedizinische Angebote unterstützt, die Niederlassung im ländlichen Raum gefördert aber auch Menschen ohne Versicherungsschutz ärztliche Versorgung ermöglicht. Mit dem neu gegründeten Runden Tisch Hebammen wurden die Ausbildungszahlen erhöht und eine Vermittlungsplattform umgesetzt. Unsere neue Landesgesundheitskonferenz nimmt nun auch die sozialen Unterschiede in den Fokus. Besonders freue ich mich über den erfolgreichen Start des neuen Landesprogrammes „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“. Mir war und ist ein modernes Familienbild sehr wichtig. Es sollen alle Generationen und insbesondere ländliche sowie strukturschwächere Regionen gefördert werden. Ich möchte weiterhin gemeinsam Thüringen gestalten - zu einer gerechten solidarischen Gesellschaft.